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Diätfutter

Es wird oft versucht, Hunde mit Diätfutter abspecken zu lassen.

Der Erfolg ist aber oft sehr bescheiden, denn Hunde entwickeln beim Diätfutter noch größeren Appetit als bei ihrem „normalen“ Industriefutter.

Kein Wunder – wenn man das Diätfuttermittel kritisch betrachtet, fällt sofort auf, dass „Lignozellulose“ an erster Stelle der Inhaltsstoffe angeführt wird. Lignozellulose ist nichts anderes als ein Rohfaserkonzentrat aus Holz. Dank dem enormen Quellvermögen seiner Fasern verändert sich das Volumen des Futters und führt so zu einer schnelleren Sättigung. Natürlich ist ein gewisser Rohfasergehalt im Futter wichtig, steht er aber an erster Stelle, wird es bedenklich. Von Holz wird man nicht satt.

An zweiter Stelle wird Geflügelmehl angeführt. Geflügelmehle unterscheiden sich von Geflügelfleischmehlen insofern, als sie vom Geflügel faktisch alles, enthalten können. Geflügelmehle können zum Beispiel ausschließlich aus Federn bestehen und besitzen so nur sehr minderwertiges Eiweiß.

Doch gerade ein übergewichtiger Hund be­nötigt hochwertige Eiweißquellen, um nicht durch deren Mangel weitere Krankheiten zu entwickeln, wie beispielsweise Leber- und Nierenerkrankungen.

An nächster Stelle wird Weizenkleber angeführt. Weizenkleber ist ein pflanzlicher Eiweißlieferant. Pflanzliche Eiweiße sind vom Hund nur in geringem Maße verwertbar. So sind hier Folgeerkrankungen geradezu vorprogrammiert.

Das im ersten Moment so schön klingende „Tapioka“, das an nächster Stelle der Inhaltsangaben angeführt wird, ist nichts weiter als eine geschmacksneutrale Stärke, die nicht nur als Kohlenhydratlieferant dient, sondern auch durch seine Verkleisterung bei der Herstellung verhindert, dass die Pellets nach dem Auskühlen wieder in ihre Bestandteile zerfallen.

Wenn nur wenig gehaltvolle „Bauchfüller“ zur Verfügung stehen, bleibt das Hungergefühl unabhängig von der gefütterten Menge bestehen und verstärkt sich, je länger dem Organismus die benötigten Substanzen vorenthalten werden. Aus diesem Grunde haben viele Hunde, die auf Light-Futter gesetzt werden, ständig Hungergefühle.

Die schwerverdaulichen Futterbestandteile stellen darüber hinaus eine Belastung der gesamten Verdauung dar. Es kommt zu Erscheinungen wie Erbrechen, Durchfällen, Verstopfungen etc., aber auch zu einer allgemeinen Schwächung des Immunsys­tems. Das ist auch der Grund, warum viele Hunde nach einer „Light“-Futter­diät eine handfeste Allergie mit ausgeprägter Haut- und/oder Darmsymptomatik entwickeln.

Diät

Bei einer gesunden Diät darf das Gewicht um höchstens 1-2% des Körpergewichts pro Monat gesenkt werden.

Am wichtigsten ist dabei die Zufuhr hochwertiger Eiweißstoffe. 75% ihres täglichen Futterbedarfs bestehen jetzt aus frischem Fleisch, Knorpeln und Knochen. Außerdem bekommen sie Gemüse und Kräuter.

Die Kohlenhydrate werden auf ein Minimum beschränkt. Auch gibt es nur we­nig Fett und das in Form hochwertiger Öle.

Diabetikerfutter

Die Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, entsteht beim Hund durch einen Insulinmangel. Dadurch kann der Zucker im Blut nicht mehr oder nur unzureichend abgebaut werden und es entsteht eine Überzuckerung. Wirkt man dieser Überzuckerung nicht entgegen, kommt es zu schweren Schäden in den Organen und schlimmstenfalls auch zur Erblindung. Diabetes ist beim Hund fast immer unheilbar. Man kann allerdings die Symptome auf ein Minimum reduzieren.

Diabetische Hunde sollten ein Futter erhalten, das kohlehydratarm und rohfaserreich ist. Um Ihrem Hund helfen zu können, müssen Sie die Mahlzeiten Ihres Hundes auf bestimmte Weise zubereiten und einen Diabetes-Diätplan einhalten. Dazu gehört es Nahrungsmittel oder Nahrungsbestandteile zu meiden, die den Insulinpegel des Hundes negativ beeinflussen. Am besten braucht Ihr Hund Nahrung aus rein natürlichen Inhaltsstoffen. Natürliches Futter enthält viel frisches Obst und Gemüse, keine Dosen- oder behandelten Produkte. Dies garantiert Ihnen, dass die Nahrung alle Vitamine und Mineralien enthält, die der Hund braucht, sowie natürlichen Zucker, der ihm nicht schadet. Vitamin E im Futter hilft dem Hund z.B. mit der Diabetes besser zu leben. Getreide versorgt den Hund mit den nötigen Ballaststoffen, sollte aber nur in kleinen Mengen verabreicht werden. Achten Sie bei der Wahl des Diabetiker-Diätfutters darauf, dass es ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht.

Achtung: Diabetikerfutter enthält auch Karrageen das aus Rotalgen gewonnen wird und im Verdacht steht, für Geschwüre im Magen-Darmtrakt verantwortlich zu sein. Auch hier ist natürlich die Menge ausschlaggebend. Nicht der einmalige, sondern der ständige Verzehr kann krankheitsauslösend sein.

Der Diabetes stellt mittlerweile die zweithäufigste Hormonstörung bei Hunden dar. In 80% der Fälle handelt es sich bei den Erkrankten um unkastrierte Hündinnen.

  • Wie merke ich, ob mein Hund zuckerkrank sein könnte und was kann ich tun?

 

Typischerweise zeigen Hunde mit Diabetes vermehrten Durst, vermehrten Urinabsatz vermehrten Hunger und häufig auch Gewichtsverlust (wohingegen manche Tiere auch zunächst deutlich Gewicht zunehmen). Manchmal fallen auch eine Linsentrübung oder Fellveränderungen (Schuppen, stumpfes Fell, Haarausfall) auf.

Sollten diese Symptome (oder auch nur eines davon) auffallen, konsultieren Sie bitte

einen Tierarzt, damit Untersuchungen durchgeführt werden können, um die Diagnose

zu stellen.

Fasten

Wenn wir uns mit der Ernährung unserer Hunde beschäftigen, kommen wir um das Thema „Fasten“ kaum herum.

Kaum ein Thema in der Hundeernährung spaltet die Hundehalter so stark. Oftmals wird generell zu einem Fastentag oder einem fleischlosen Tag in der Woche für unsere Hunde geraten. Auch kursiert die Empfehlung, vor der Umstellung von industriellem Fertigfutter auf Rohfütterung einen Fastentag einzulegen. Was soll man nun machen? Soll der Hund fasten, ja oder nein?

Für die Empfehlung, den Hund einmal in der Woche einen Tag lang fasten zu lassen, werden oft zwei Begründungen genannt:

  • Der Hund stammt vom Wolf ab. Wölfe in freier Natur können auch über einen längeren Zeitraum ohne Nahrung auskommen. In Gegenden mit geringem Nahrungsangebot sollen sie bis zu zwei Wochen ohne Futter auskommen. 
  • Fasten ist gesund. Es reinigt den Darm, er wird geleert und entschlackt.

 

Fasten für den Hund ist aber genauso wenig schädlich, wie es artgerecht und gesund ist. Es gibt Hunde, denen ein Fastentag in der Woche sehr gut tut. Und es gibt auch Hunde, denen ein Fastentag nicht gut bekommt.

Letztendlich können Sie als Hundehalter diese Entscheidung nur allein und nur für sich und Ihren Hund treffen. Wägen Sie die Argumente pro und contra ab und beobachten Sie Ihren Hund. Vielleicht probieren Sie auch aus, ob Ihr Hund einen Fastentag gut verträgt oder eben nicht. Überlegen Sie, warum Sie Ihren Hund fasten lassen wollen und ob das sinnvoll ist. Ich möchte Sie auch nicht überreden, auf den Fastentag für Ihren Hund zu verzichten, wenn Sie und Ihr Hund damit gute Erfahrungen gemacht haben.